Mustang

Tibetische Enklave im Himalaya

Eingebettet zwischen Annapurna-Massiv und der gewaltigen tibetischen Platte verbirgt sich das faszinierende Königreich Mustang. Politisch zu Nepal gehörend, war es für Touristen während fast 30 Jahren verbotene Zone und wurde erst 1992 behutsam für "sanften Tourismus" geöffnet.

Landschaftlich erinnert in diesem buddhistischen und auf drei Seiten von Tibet umgebenen Land vieles an Tibet: karge, aber um so faszinierendere Hochebenen, ewig scheinende Weiten - grandios! Mag sein, dass man an die Grenzen seiner Seele stösst und das Gefühl bekommt, der Unendlichkeit zu begegnen.

Durch die spezielle Landschaft und die hohe Eintrittsgebühr von über 700 $ ist ein Trekkingerlebnis abseits der Massen garantiert. Zwecks Wahrung der Kultur und zum Schutze der Natur ist der Zutritt nach Mustang mit restriktiven Auflagen verbunden.

Im Mai 1995 durfte ich eine erste Gruppe nach Mustang führen. Die damaligen Gäste waren derart fasziniert von diesem Königreich, den dort lebenden Menschen, deren tibetische Kultur und vor allem von der sagenhaft schönen Landschaft, dass Mustang seither einen festen Platz im Tourenprogramm hat.

Mustang ist Trekking und "Pilgerreise" in einem. Das nachfolgende Zitat eines ehemaligen Gastes sagt fast alles:

"Auch heute noch, mehrere Wochen nach Rückkehr von dieser einmaligen Reise, habe ich das Gefühl, wie in einem Traum durch diese sagenhat schöne Landschaft gewandert zu sein."

Lassen Sie sich von Mustang verzaubern! Ein einzigartiges Erlebnis mit einem harmonischen Ablauf und unserem bekannt hohen kulinarischen und komfortmässigen Standard ist unser Versprechen - ein Nepal-Trekking berührt das Herz, Mustang dürfte Ihre Seele berühren.

 
Druckansicht Druckansicht
Kagbeni, 2850 m ü.M., Eingangspforte zu Mustang.
Unendliche Weiten dominieren die Landschaft.
Unendliche Weiten dominieren die Landschaft.
     


Reisedaten Mustang

25.09. - 16.10.2016 / 09. - 30.04.2017 / September 2017 usw. usf.

Platzverfügbarkeit siehe Tourenübersicht

Preis 2016

- Fr. 6'610.-- für dreiwöchige Reise mit Ausflug Richtung tibetische Grenze für 22 Tage. 
- Fr. 6'460.-- für dreiwöchige Reise ohne Tagesausflug Richtung tibetische Grenze für 22 Tage 

Im Preis bereits enthalten die Sonderbewilligungsgebühr "upper Mustang" von über 600 $ pro Person,
sowie, ergänzend zur Schweizer Reiseleitung, ein deutsch sprechender nepalesischer Kulturführer,
der den 1. Trekkingteil mit wertvollen Hintergrundinformationen bereichern wird.

Zusatzkosten sind gering, siehe Detailbeschrieb.

Reisezeit / Wetter

In dem im Regenschatten des Himalaya liegenden Mustang ist es meist niederschlagsfrei. Im Frühjahr und September ist es tagsüber auch auf über 3000 m Höhe warm, und oft kann bei Temperaturen von 20 Grad und mehr in leichten Wanderhosen gelaufen werden. Nachts kühlt es ab, es wird jedoch nie richtig kalt. Die vorherrschenden Nachttemperaturen von vielfach um die 10 Grad sind mit einem warmen Schlafsack und den von uns standardmässig zur Verfügung gestellten Thermarest-Trekkingmatratze und dem Faserpelz-Innenschlafsack problemlos auszuhalten.

Anforderungen

Das Trekking kann, von den Tagesetappen und von der Höhe her, in der wir uns befinden, auf dem Hinweg als mittelstreng und auf dem Rückweg als mittelstreng bis streng bezeichnet werden. Täglich sind viereinhalb bis fünfeinhalb, auf dem Rückweg, nachdem man bereits gut akklimatisiert ist, einmal auch fast 6 Stunden zu wandern. Die ersten zwei Tage gibt die Tourenleitung das Tempo an und achtet darauf, dass nicht zu schnell gelaufen wird. Dadurch sollten Höhenprobleme grösstenteils vermieden werden. Die für unseren Körper ungewohnte Höhe von 2700 bis 4200 Metern und die Lage Mustangs fern ab der Zivilisation setzen Gesundheit und eine gute körperliche Verfassung voraus.

Das Trekking stellt technisch keine besonderen Anforderungen dar, setzt aber Trittsicherheit (sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) voraus. Meist verläuft die Wegstrecke auf guten Karawanenwegen, selten über schmale Bergpfade, welche die Dörfer miteinander verbinden. Exponierte Passagen sind normalerweise nicht vorhanden und Schwindelfreiheit ist auch nicht Bedingung. Auf dem Hinweg sind die Auf- und Abstiege mässig steil, auf dem Rückweg hat es teils steilere Etappen, die jedoch ohne bergsteigerische oder technische Schwierigkeiten zu überwinden sind.

Alles Material wird auf Pferden und Maultieren mitgeführt. Dazu kommt die Küchenmannschaft, die aus rund 10 Personen besteht. Sie selbst tragen nur einen leichten Tagesrucksack auf sich.

Laufdistanz

Für den Hinweg nach Mustang nehmen wir uns 6 Tage Zeit, für den Rückweg 5. An diesen insgesamt 11 Lauftagen legen wir eine Distanz von etwa 170 Kilometern zurück mit einem Tagesdurchschnitt von rund 13 Kilometern.

Verpflegung

Das Essen ist gut, abwechslungsreich und reichhaltig. Dreimal täglich gibt es eine warme Mahlzeite. Auch mittags wird somit gekocht, wodurch sich eine erholsame "Mittagssiesta" von über einer Stunde ergibt.

Wichtiger Hinweis: Als einer der wenigen Veranstalter biete ich Ihnen 11 volle Tage in Mustang, woraus sich ein überaus harmonischer Ablauf mit genügend Zeit, auch in Lo Manthang selbst, ergibt! Mit den 3 Tagen im Hauptort Lo Manthang ist auch der Besuch des alten Königspalastes und der Ausflug Richtung tibetische Grenze mit Besuch der Felsenwohnungen und der Felsengompa möglich.

Bei Interesse an dieser speziellen Reise verlangen Sie bitte unbedingt den umfassenden Detailbeschrieb und besuchen Sie einen meiner Info-Veranstaltungen. Den Prospekt zum Schnuppern können Sie hier downloaden.

     

Reiseablauf

1. Tag: Am Nachmittag Abflug ab Zürich nach Kathmandu.

2. Tag: Ankunft in Kathmandu gegen Mittag und erster Spaziergang durch die pulsierende Hauptstadt, Schmelztiegel verschiedener Völker, Religionen und Schnittpunkt zwischen Moderne und Mittelalter. Übernachtung im Hotel Everest.

3. Tag: Geführte Besichtigungstour durch Kathmandu mit seinen Sehenswürdigkeiten. Übernachtung Hotel Everest.

4. Tag: Heute steht einer der wohl eindrücklichsten Flüge Ihres Lebens auf dem Programm: ein Flug zwischen Dhaulagiri und Annapurna-Gebirge hindurch, hinein in die tiefste Schlucht der Welt, dem Kaligandaki-Tal folgend bis hinauf nach Jomsom auf 2720 m. Nach Ankunft erfolgt Wanderung, 3 ½ Std. (= reine Laufzeit), 9,5 km, bis Kagbeni auf 2’850 m. Ab nun schlafen wir in geräumigen Zweierzelten, und ein mitreisender Koch ist für unser leibliches Wohl besorgt.

Vom 5. - 17. Tag trennen sich nun unsere Wege von denjenigen der "Normaltrekker": Wir treten ein in das nur mit Sondererlaubnis zugängliche Gebiet vom oberen Mustang. Wir wandern auf einem berühmten Karawanenweg bis nach Lo Manthang, das wir nach fünf Tagen erreichen - einsamer sind wohl nur wenige Trekkingpfade in Nepal. Unterwegs treffen wir ab und zu auf Yak- und Maultier-Karawanen, die vom fernen Tibet her mit Gütern Richtung Jomsom und wieder zurück ziehen. Nachfolgend die Etappen im Detail:

5. Tag: Kagbeni - Chele, 5 ½ Std., 16 km, Zeltübernacht. auf 3’080 m.

6. Tag: Chele - Syanboche, 6 Std., 15 km, unterwegs Möglichkeit zum Besuch der Rangchyung Höhle (+ 30 Min), worin sich eines der ältesten Heiligtümer in Mustang befindet, Zeltübernachtung auf 3750 m.

7. Tag: Syanboche - Ghami, 4 ½ Std., 11 km, Zeltübern. auf 3'580 m.

8. Tag: Ghami - Trakmar - Lo Ghekkar - Tsarang, 6 Std., 17 km, Zeltübernachtung auf 3'500 m. Wahlweise besteht heute auch die Möglichkeit, den direkten Weg nach Tsarang einzuschlagen, 3 ½  Std., 10 km.

9. Tag: Tsarang - Lo Manthang, Hauptort vom oberen Mustang, 5 Std., 13 km, Zeltübernachtung auf 3800 m.

In Lo Manthang angekommen, schlagen wir unsere Zelte vor einer Lo Manthang wie eine Festung umgebenden Mauer auf - hier geht der Wunschtraum eines jeden Himalayafreundes in Erfüllung! Wir nehmen uns gut zwei Tage Zeit, den auf 3800 Metern gelegenen Hauptort mit seinen engen Gassen, seinen rund 800 Einwohnern, dem buddhistischen Kloster, dem Königspalast und der Umgebung zu erkunden.

Die umliegende Landschaft ist karg aber um so faszinierender, ähnlich einer Mondlandschaft. Die Stimmung mit den vergletscherten Himalaya-Riesen im Hintergrund, der in allen Erdtönen leuchtenden Landschaft, den alten Häusern und den rot bemalten Klöstern ist einzigartig!

In Lo Manthang bleiben wir zwei volle Tage und unternehmen auch einen Ausflug zum alten Königspalast und in Richtung tibetische Grenze mit Besuch von Garphu und den einzigartigen Felsenwohnungen in Nyphu. Dieser überaus lohnende Abstecher wird von wenigen Reiseveranstaltern angeboten. Nur von hier geniesst man den wunderschönen Panoramablick über Lo Manthang mit der Himalaya-Kette im Hintergrund (siehe nächstes Bild).

Auf dem nicht minder interessanten Rückweg, auf vielfach anderer Route als der Hinweg, haben wir Gelegenheit, die Vielzahl der Eindrücke etwas zu verarbeiten und auf uns wirken zu lassen. Für wenige Tage waren wir Gast in einem nur 3000 km2 grossen Königreich, abseits der Touristenpfade und abseits der hochtechnisierten Welt. Zu Gast, wenn man so will, im Mittelalter. Nachfolgend der Rückweg im Detail (Hinweis: Seit 2006 neuer Rückweg auf der seltener begangenen Route östlich des Kaligandakis auf dem traditionellen Winterpfad):

12. Tag: Beginn des Rückmarsches, Lo Manthang - Yara, 5 ¾ Std., 17 km, Zeltübernachtung auf 3615 m.

13. Tag: Yara - Tange, 5 ½ Std., 16 km, Zeltübernachtung auf 3370 m.

14. Tag: Tange - Paha, 4 Std., 9 km, Zeltübernachtung auf 4080 m.

15. Tag: Paha - Tettang, 5 ¾ Std., 15,5 km, Zeltübern. auf 3010 m.

16. Tag: Tettang - Muktinath, 5 ½ Std., 14,5 km, Zeltübern. auf 3650 m.

17. Tag: Muktinath - Jomsom, 4 ¾ Std., 18 km, Übern. auf 2720 m.

18. Tag: Am Morgen fliegen wir zurück von Jomsom nach Pokhara, wo wir zum Mittagessen in unserem Hotel eintreffen. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug und besichtigen Pokhara mit seinen Sehenswürdigkeiten. Übernachtung in der idyllischen, direkt am See gelegenen Fishtail Lodge. Gleichzeitig dient uns dieser Tag als Reservetag, falls wir wegen schlechten Wetterverhältnissen nicht von Jomsom ausfliegen können.

19. Tag:  Am Morgen Rückflug nach Kathmandu, nachmittags Möglichkeit, bislang noch nicht besuchte Sehenswürdigkeiten von Kathmandu zu besichtigen. Übernachtung Hotel Everest

20. Tag: Am Morgen relaxen und letzte Möglichkeit für Souvenirkauf. Nachmittags Antritt der Heimreise, Zwischenstop nach Flugplan.

21. Tag: Landung in Zürich, wo drei überaus erlebnisreiche Wochen mit einem tiefgehenden Trekking zu Ende gehen.

PS
Sollten Sie ein kürzeres Trekking mit tibetisch geprägten Landschaften bevorzugen, könnte Sie unser "BEST OF NEPAL"-Leicht- und Genusstrekking interessieren. Es beinhaltet ein 5-tägiges Trekking ins Mustang-Gebiet und zusätzlich ein 5-tägiges Trekking durch typisch nepalesische Landschaften mit fruchtbaren Hirsefeldern, Reisterrassen und Wäldern mit imposanten Ausblicken auf die 8000er-Giganten.

 
Maultiere tragen unsere Lasten.
Besinnlicher Ausblick auf Ghami.
Kinder, ein dankbares Sujet in Mustang.
Erkundungstour durch den Hauptort Lo Manthang.
Besuch einer Klosterschule.
Unsäglich schöne Felsformationen auf dem Rückweg.
Chörten, buddhistische Bauwerke am Wegrand.
Mustang individuell
gleiches Programm und Top-Vorbereitung wie Reise mit Schweizer Reiseleitung. Führung jedoch durch lokalen, deutsch sprechenden Führer, min 4 und max. 8 Pers., Datum nach Absprache (Mai, Juni, Aug, September, Okt.)
 
Kaufmann Trekking  Wylen 1  6440 Brunnen  Tel. 041 822 00 55   info@kaufmanntrekking.ch